Heute: Juniper Ranglack – 10 Fragen an Dich!

1.Glaubst Du, dass Dein Leben einen Unterschied macht?

Ja, mittlerweile glaube ich das! Das war nicht immer so. Der Unterschied meines und jeden Lebens, liegt für mich in der Art und Weise auf die Welt und meine Mitmenschen zu gucken. In den Begegnungen, die ich habe, in der Verantwortung und Integrität, die sich durch mein Handeln ausdrückt … Gibt es da nicht diesen Satz von Einstein? Der Betrachter erschafft das Betrachtete? Der Unterschied liegt darin, mit welcher inneren Freiheit ich auf die Umstände meines Lebens antworten kann. Da übe ich mich stets in Wahlfreiheit.

2.Wen würdest Du gern mal treffen, hättest Du gern mal getroffen? Und um ihm/ihr welche Frage zu stellen?

Es gibt da diesen großartigen Regisseur Peter Brook. Ich habe ja mal Schauspiel studiert und irgendwie ist meine Arbeit in der LifeWorks-Akademie dem sehr ähnlich. Es gibt das große „Warum“ tue ich das, es gibt das „Wie“ tue ich das? Es gibt ein großes Team von Menschen, vor und hinter den Kulissen … Es gibt ein Gesamtorganismus und eine Botschaft.

Doch zurück zu diesem Regisseur: Einer seiner Schauspieler hat mal über ihn gesagt:

„Brook verweist einen auf sich selbst, lässt einen sich selbst gegenüber treten. Was aber oft zu einem richtigen Problem werden kann. Denn die Menschen verstecken sich vor sich selbst. (…) Er besitzt eine menschliche Dimension, die weit über den Beruf hinausgeht. Von ihm nur als Regisseur zu sprechen ist also schwierig. Weil er das Leben ist. Weil man mit ihm während der Theaterarbeit leben lernt. (…) Bei ihm wird die Seele angesprochen, bei ihm wird die Wahrheit angesprochen. (…) Es ist also nicht verwunderlich, wenn man die Leute sagen hört, dass sie von dem, was er macht, berührt wurden.“

Ich habe mich damals viel mit ihm und seinen Ansätzen beschäftigt und vieles davon begleitet mich immer noch und immer wieder neu. Ich hätte viele Fragen. Über den Ursprung des Theaters als Ritual, über das Geschichtenerzählen, über das, was uns Menschen zu Menschen macht und wo Berührung entsteht.

3. Was macht Dir an Deinem Job am meisten Spaß?

Oh, sehr viel! In meiner therapeutischen Arbeit liebe ich es, zu sehen wie Menschen mehr bei sich selbst und damit in größerer Freiheit landen. Generell liebe ich es Raum für Wachstum zu schaffen. In der Akademie ist es die Vielfältigkeit, die großartigen Menschen, die eine so geniale Teamarbeit ermöglichen, dass ich manchmal vor Freude quietschen könnte! Dass ich in diesem Kontext berührbar sein kann, dass ich in einem Moment voller Mitgefühl sein kann und wir uns im nächsten Moment auf klare Ansagen und Werte beziehen – Kurzum: Dass so viele meiner und unserer Facetten in dieser Arbeit Platz haben! Die Unterschiedlichkeit der Menschen und der Begegnungen und der  Kommunikationsmöglichkeiten und die tiefe Freude beitragen zu können, begeistern mich total!

4. Wer war der Held Deiner Kindheit?

Ronja Räubertochter! Der Mut in die Welt hinaus zu ziehen, die Natur zu erobern, Freunde zu finden, seine Familie hinter sich zu lassen und doch wieder zurück zu kehren, die eigenen Werte vertreten, den Tod als Bestandteil des Lebens erfassen, Trauern und danach wieder lustige Räuberlieder singen … Ich habe gerade diese Anfangsmelodie im Kopf … https://www.youtube.com/watch?v=7qQUhPcE3Hs

Oh! Das hab ich geliebt!

5. Dein Lieblingswitz?

Puh! Witz. Hmmmm … Worüber ich lachen kann:

Ich liebe die Lieder von Bodo Wartke. Oder Puppetji (müsst ihr mal auf youtube gucken). Oder auch die Käguruh Offenbarungen. Ich liebe Humor, der die Gesetzmäßigkeiten des Lebens liebevoll hops nimmt.

z.B. „Tritt ein Mann auf einen Keks – macht der Keks: chhhhhrrrrt.“

6. Was war, Deiner Meinung nach, das Verrückteste was Du je getan hast?

Irgendwann in der Tiefe meiner Depression und allem Möglichen, habe ich festgestellt: „Ok, so komme ich nicht weiter. Hier „draußen“ und in allen Konzepten gibt es letztlich keine Antwort.“ Da habe ich begonnen, mich meinem Innenleben zuzuwenden und mir selbst zuzuhören. Ich weiß nicht wie ich auf diese Idee kommen konnte! Sonderlich lustig war das nämlich über viele, viele Jahre nicht wirklich. Ich halte das für verrückt. Eine Freundin hat mal zu mir gesagt: „Du wohnst jetzt schon ewig hier in der Gegend und hast doch Welten durchreist!“ Das bringt es ganz gut auf den Punkt.

7. Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?

 Ich habe viele Bücher an-gelesen. „Big five for life“, „Die Polyvagaltheorie“, „Psychopolitik“ …

8. Welche Deiner Angewohnheiten magst Du nicht?

So gar nicht mögen? Hmmm …

Fragt meine Mitmenschen! Ich glaube die wissen das besser …

Ich könnte schon über die Frage ewig rumphilosophieren … Ist das mit Angewohnheit gemeint? Ich meine … sind jetzt Muster gemeint? Gedankenmuster, Handlungen? Verhalten in Beziehungen? Oh je! Wir sind mitten drin! Eine Angewohnheit ist, dass ich es liebe präzise zu sein und Dingen auf den Grund zu gehen. Das ist ne echte Qualität – manchmal aber auch nervig, fürchte ich.

9. Wie sieht ein perfekter Tag für Dich aus?

 Real oder fiktiv?

Also: Morgens scheint mir die Sonne ins Gesicht und ich sehe die Vögel im Baum direkt vor meinem runden Fenster rumhüpfen. Der Wind bringt das Geräusch von raschelnden Blättern zu mir.

Dann bekomme ich eine ordentliche Knuddeleinheit, während magischer Weise schon der Duft von frischem Espresso in meine Nase steigt. In mir ist ein wohlig, warmes Gefühl und ich habe Lust auf den Tag!

Was ich dann tatsächlich mache ist relativ egal. Ein paar schöne Begegnungen, gutes Essen – fertig! Der alles entscheidende Faktor ist dabei doch immer wieder, wie ich mit mir selbst im Kontakt bin. Da können Umstände noch so schön oder auch unangenehm sein …

10. Erzähl uns eine Sache über Dich, auf die wir nicht von allein kommen würden?

Ich glaube da gibt es ne ganze Menge! Zum Beispiel komme ich auf dem neuen Planeten (das erklärt sich dann erst ab März) von der Insel Nimmerland. Und ab und an ziehe ich mich gerne in die Höhlen des Rückzugs zurück und höre „Die drei Fragezeichen“ rauf und runter.