Lisa Zeidler – 10 Fragen an Dich

1. Glaubst Du, dass Dein Leben einen Unterschied macht?

Ich glaube, dass jeder Stein der ins Wasser fällt, eine Wirkung zeigt. Meine Aufmerksamkeit liegt auf dem Moment, denn ich glaube, dass hier Wirklichkeit entsteht. Hier schöpfen wir und auch hier liegt die Magie. In meinen Augen ist jeder Mensch gleich, egal was er getan oder noch vorhat zu tun. Oft bin ich still und zurückhaltend, mir wir Arroganz oder auch gern Unnahbarkeit vorgeworfen. In mir aber fühlt es sich doch eher als respektvolles Aufnehmen von dem was ist an.

2. Wen würdest Du gern mal treffen, hättest Du gern mal getroffen?

Und um ihm/ihr welche Frage zu stellen?

Gandhi, Depak, meinen Großvater.

Ich würde sie alle fragen: Wie schläfst DU am liebsten ein? (Danach würde ich ihm meine Variante natürlich auch anvertrauen.) Was machst Du, wenn eine Idee Dich durchzuckt? Und was, wenn Du Angst hast? Was ist Liebe? Wohin hat Dein Leben Dich geführt und welche Erkenntnisse würdest Du unbedingt weitergeben? Bist Du Wundern begegnet?

3. Was macht Dir an Deinen Job am meisten Spaß?

Ideen fangen, Menschen inspirieren. Diese Momente von Licht in der Seele oder sagen wir Freude die mich überrollt. Wenn etwas Hand in Hand geht und sich ergießt in Erfolg. Das muss nicht zwangsläufig die Arbeit mit Menschen sein, auch der kreative Prozess, wenn ich für eine Idee eine Umsetzung suche. Dann ist in mir und um mich vieles in Gange und genau diese Spannung meine ich.

Manchmal verwebt es sich auch mit den Gedanken Anderer und neues Ungeahntes bahnt sich seinen Weg. Das ist es was ich liebe…

4. Wer war der Held Deiner Kindheit?

Das wechselte ständig….

Tim Taler, den wollte eigentlich heiraten. Winnetou, verbunden mit einer uralten Tradition und gleichzeitig seine eigenen Wege gehend, offenherzig, risikobereit und in höchsten Maß integer.

Heldinnen sind doch auch ok oder? Biene Maya – frech, neugierig, unerschrocken…

Gerhard Schöne – er sagte Sachen in seinen Liedern, die mich immer ergriffen haben…

„Die sieben Gaben:Wenn ich dir was wünschen dürfte, mein liebes Kind,
wünscht‘ ich dir die sieben Gaben, die nicht leicht zu haben sind.

Die Geduld der Weinbergschnecke, ruhig zieht sie ihre Bahn
und kommt unbemerkt von allen still bei ihrem Ziele an.

Und den Stolz von meiner Katze, kein Befehl bricht ihren Sinn.
Sie streicht nur um meine Füße, wenn ich sanft zu ihr bin…

….Und die Frechheit eines Flohes, der die großen Tiere dreist
dort, wo sie am meisten stinken nicht hineinkriecht, nein, beißt.

Wenn ich dir was wünschen dürfte, mein liebes Kind,
wünscht‘ ich dir die sieben Gaben, die nicht leicht zu haben sind.

Das Geheimnis eines Steines. Außen grau und unscheinbar,
weiß er doch in seinem Innern einen Kristall, sternenklar.

Und den Traum des Samenkornes, das sich in die Erde legt,
das die Blätter und Blüten, Baum und Frucht in sich trägt…“

Kinderlieder die auch Erwachsene noch inspirieren können.

5. Dein Lieblingswitz?

Ich gebe zu, dass ist begrenzt witzig, aber wer den „Planet des Wählens“ kennt, findet das vielleicht unendlich amüsant.

6. Was war, Deiner Meinung nach, das Verrückteste was Du je getan hast?

Kinder bekommen und dann noch 3 Jungs. Stell dir vor, alle 3 rennen los, aber in 3 unterschiedliche Richtungen. Der eine will etwas von Dir wissen, der Zweite hat was Wichtiges von Dir in der Hand und der Dritte grinst verschlagen. Und jetzt kommt das Verrückte, nach dem ich mich entschlossen habe dazu noch meinen blinden Vater zu pflegen, habe ich mich Selbstständig gemacht. Das war das Verrückteste, Multitaskingste(is kein Wort oder?) was ich bisher gebracht habe. Aber, is ja noch nicht aller Tage Abend….

7. Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?

Die Illusion des Universums…also, wenn das stimmt, was ich hier gelesen habe, dann sind wir auf dem besten Weg mit unserer LifeWorks – Akademie. Er beschreibt auf ungemein amüsante Weise seine Begegnung mit zwei Meister und er spart nicht mit ganz normaler Umgangssprache. „Die Welt, die Natur und der menschliche Körper sind für mich ziemlich beeindruckend. Ich bin nicht gerade ein blauäugiger Optimist, aber es gibt hier doch sehr viel Schönheit, Feinheit und Ordnung, die mir den Stempel Gottes zu tragen scheinen. Und wenn ich Anderen sage, Gott habe die Welt nicht erschaffen, käme ich wahrscheinlich so gut an wie ein Furz in einem Aufzug.“ Dieses Buch dreht sich darum, wie die Welt entstanden und welchen Illusionen wir unterlegen sind. Wie unser Gegenüber uns als Projektionsfläche dient und uns unser geistiges Gebilde aufzudecken hilft. Ich sehe hier immer wieder ähnliche Blickwinkel, auch wenn das Wort Gott für den Ein oder Anderen eine Herausforderung darstellt.

8. Welche Deiner Angewohnheiten magst Du nicht?

Ich finde mich manchmal echt peinlich…irgendjemand sagt etwas und zack macht mein Gesicht etwas. Meine Gesichtsmuskeln haben einfach keinen Vertrag mit mir….

wird das jetzt veröffentlicht?

9. Wie sieht ein perfekter Tag für Dich aus?

Definitiv warmes Wetter, Vogelgezwitscher und frischgepresster Orangensaft. Dann wäre da noch eine Kanufahrt mit Picknick wunderbar und zwei lachende Augen. Anschließend einen Privatyogalehrer und am Abend Freunde treffen, tanzen und viel lachen….

10. Erzähl uns eine Sache über Dich, auf die wir nicht von allein kommen würden?

Ich benutze gern Zahnseide. Du meintest was anderes oder? Ich denke…. Also, ich backe gern mein eigenes Brot. Das Mehl in meinen Händen und der Geruch, wenn durch die Hefe das Korn fermentiert, ist herrlich. Ich finde es einzigartig und genieße es. Meine Hände, der Geruch und die Stille. Eine perfekte Mischung.